
Euer ganzes Schicksal hängt von dem Leben ab, das ihr heute führt, von der Richtung, in die ihr heute eure Gedanken und Gefühle lenkt, von den Aktivitäten, für die ihr heute eure Energien verwendet.
Der Mensch empfindet die größte Freude, wenn er etwas erschafft, weil er sich in diesem Moment der Essenz Gottes nähert. Gott erschafft und der Mensch, der nach Seinem Bild gemacht ist, ist auch ein Schöpfer. Es gibt natürlich kein gemeinsames Maß zwischen den Schöpfungen des Menschen und denjenigen Gottes, aber das ist nicht wichtig, im Prinzip gibt es keinen Unterschied: Der Mensch ist ein Schöpfer wie Gott. Und da das größte Glück im schöpferischen Tun liegt, ist es den Künstlern gegeben, die größten Glücksgefühle zu empfinden. »Und was ist mit den Mystikern und Gelehrten?« werdet ihr sagen. In dem Maße, in welchem die Gelehrten und Mystiker Schöpfer sind, können sie natürlich genauso glücklich wie die Künstler sein. Ihr wendet ein, dass ihr viele unglückliche Künstler gekannt habt. Ja, aber man muss verstehen: Wenn man vom Glück des Künstlers spricht, bedeutet dies, dass der Künstler in dem Moment, in dem er erschafft, während der schöpferischen Handlung, wirklich glücklich ist – und als Künstler kann man außerdem auch jeden beliebigen Menschen bezeichnen, der dabei ist, etwas zu erschaffen.*
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